Drehzahlregler ohne Relais, Lösungsvarianten

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24.06.10, 21:09:22

Claus

hmm... die einzige Erklärung, die ich hätte, sind Spannungsspitzen des Motors, die irgendwie (?) die 12-V Versorgung überlagern und das 4011 killen.

Mit einem Oszi könnte man mal die 12 V überwachen und sehen was sich so tut, wenn der Motor läuft (ist der entstört - ja)
Die CMOS-ICs vertragen 15-18 V, dann ist Ende.

Ein ausgeschalteter Sender sollte eigentlich vom Fahrtregler-Programm erkannt werden und der Motor sollte dann ausgeschaltet sein. Was hat denn der Motor gemacht, als der Sender ausgeschaltet war?

Sind denn die MOSFETs noch OK? An den Gateanschlüssen solltest du die PWM (3803) bzw. 12 V (4905) messen können. Wenn die dabei nicht durchschalten, sind sie defekt.

Und überprüfe auch mal die vier Schottky-Dioden - evtl. sind die zuerst zerstört worden, der Induktionsstrom des Motors wird dann nicht mehr zurückgeführt und es können sich hohe Spannungspitzen aufbauen. Falls die Schottky-Dioden defekt sind, probier mal die MBR1645.

Grüße
Claus
25.06.10, 09:56:45

mrgoofy112

Moin,

danke für die Antwort. Also.. Der Motor lief nicht mehr als ich den Sender ausgeschaltet habe, allerdings war der Knüppel wiegesagt auch nicht ganz in Mittelstellung, war vielleicht 2 raster nach vorne, da drehte sich der motor sowieso noch nie!

Die Fet's habe ich jetzt ausgebaut und werde Sie testen. Das mit den Spannungsspitzen kam mir auch schon als Gedanke, wie wäre es denn, einen Glättungselko so ca. 100µF an die Fahrakku eingangsanschlüsse des Reglers zu setzen, sowie einen 100nF. Findet man ja bei vielen reglers am Eingang?!
Wollte mir jetzt ungern noch ein 4011 zerschiessen, ist immer so ein Aufwand die zu tauschen, weil SMD! Wie steht es denn mit der zehnerdiode zum Schutz gegen Spannungen über 12V???

Als FETs habe ich FDD6637 und IRLR7843 verbaut in SMD variante!
Für die Dioden habe ich 12CWQ04FN verbaut.

Datenblätter anbei.

Gruß Björn
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25.06.10, 21:22:26

Claus

Zitat von mrgoofy112:
Also.. Der Motor lief nicht mehr als ich den Sender ausgeschaltet habe, allerdings war der Knüppel wiegesagt auch nicht ganz in Mittelstellung, war vielleicht 2 raster nach vorne, da drehte sich der motor sowieso noch nie!


Das ist bestimmt nicht die Ursache. Der Motor ist in dieser Situation ausgeschaltet. Das Unglück ist wahrscheinlich schon vorher passiert.

Zitat:

wie wäre es denn, einen Glättungselko so ca. 100µF an die Fahrakku eingangsanschlüsse des Reglers zu setzen, sowie einen 100nF. Findet man ja bei vielen reglers am Eingang?!


gute Idee, auf dem sumpfboot'schen Schaltplan ist das allerdings schon eingezeichnet ...

Zitat:
Wie steht es denn mit der zehnerdiode zum Schutz gegen Spannungen über 12V???


Könnte man machen, wenn die Schottky-Dioden ihren Dienst tun, sind die IMHO überflüssig.

Die Schottky-Dioden vertragen nur 6A ("per leg"), wie groß ist dein Motorstrom? Du musst damit rechnen, dass im Moment des Ausschaltens der PWM ein Strom in Höhe des Motorstroms durch die Schottky-Diode fließt. Check doch mal, ob die noch ganz sind.

Grüße
Claus
28.06.10, 12:13:30

mrgoofy112

Moin Moin,

tja manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Die beiden Kondensatoren hab ich glatt übersehen (und das wo ich endlose male die Schaltplan verglichen und geprüft habe?!) sind aber poer sofort nachgerüstet worden.

Es werden wohl so ca. 16 A zum Motor gehen, bei Vollast!

Habe die Dioden aber ja voll in Benutzung, soll heißen statt einer SB 560 habe ich eine 12CWQ04FN genommen, so das dann doch eigentlich pro FET Set 12 A zur Verfügung stehen oder nicht? Das sollte dann doch reichen!

Gruß Björn
28.06.10, 19:03:42

Claus

Hallo Björn,

zwei parallel geschaltete Schottky-Dioden haben nicht automatisch die doppelte Belastbarkeit - erst geht die eine kaputt, dann die andere ...

auch wenn's nervt: überprüfe bitte, ob die Schottky-Dioden defekt sind. Falls ja, müssen welche mit höherer Strombelastbarkeit her, nützt alles nichts.

Grüße
Claus
28.06.10, 19:52:38

mrgoofy112

hey,

nein nervt ja nicht, außer das er eben nicht geht, hab vorhin nochmal meinen nachbau von Sumpfboot seinen probiert, der funzt einwandfrei.

Dioden hab ich auch gemessen, zur erklärung, alle FET's sind ausgebaut, nur noch die dioden drinne, habe dann eine Vergleichsmessung mit einer originalen unverbauten gemacht: in die eine Richtung offen in die andere zeigt mein DMM (Stellung Diodentest) 0,150 V an. Die eingebauten zeigen alle 4 Stück in die eine Richtung offen und in die andere Werte zwischen 0,139 und 0,150 an. Von daher würde ich mal sagen, das die wohl heil geblieben sind oder mache ich einen Gedankenfehler?

Gruß Björn
28.06.10, 21:37:24

Claus

OK, dann sieht es so aus, als ob die Dioden überlebt haben.

Dann bleibt noch, deinen Aufbau genau zu überprüfen - wenn das sumpfboot'sche Original einwandfrei funktioniert ist der Schaltplan in Ordnung und es gibt vielleicht bei deiner Platine eine Lötbrücke, einen Fehler beim Aufbau oder ... (hast du sicher schon gemacht - aber einen anderen Rat als "mach's nochmal" hab ich leider nicht)

Grüße
Claus


 
 
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